Warum dein Bauchgefühl nicht immer hilfreich ist

By Jan | Achtsamkeit

Sep 26

Das Bauchgefühl und die Entscheidungen

Wahrscheinlich hast du schon mal gehört:
„Folge deinem Bauchgefühl.“

Diese Vorstellung für eine gute Entscheidungsfindung ist sehr modern geworden.
Also wenn du eine Entscheidung vor dir hast, höre auf dein Gefühl so in der Bauchgegend und dann wird das schon gut gehen.

Ich würde diesen Rat nicht so ohne weiteres geben.
Es ist nicht immer hilfreich, auf den eigenen Bauch hören.

 

Warum das Bauchgefühl nicht immer ein guter Kompass ist

Wenn wir uns z.B. nicht mit unserer Herkunftsfamilie auseinandergesetzt und versöhnt haben, dann werden wir häufig bei der Partnerwahl einen Menschen finden, der dieselben Muster in sich trägt, wie ich sie von meiner Herkunftsfamilie kenne. Und er oder sie wird mich so behandeln, wie das meine Eltern taten – auch wenn mir das vielleicht überhaupt nicht gut getan hat.

d.h. Unser Bauchgefühl sagt nicht immer was gut für mich ist, sondern auch was mir vertraut ist oder wo ich mich sicher fühle.

Ich sage damit nicht, dass wir unser Bauchgefühl nicht beachten sollen. Der Bauch ist eine ganz wichtiges Gegengewicht zu unserem Kopf!
Aber es ist nur ein Faktor unter mehreren, wenn wir eine Entscheidung treffen.

 

Weitere Entscheidungshilfen

Hier möchte ich dir noch eine weitere Entscheidungshilfe mitgeben.

Wenn wir uns mit einer Entscheidung schwer tun, hat das häufig etwas mit unseren Werten zu tun.

 

Bei schwierigen Entscheidung stehen miteinander widerstreitende Werte gegenüber.

Zum Beispiel kollidieren bei Job-Entscheidungen häufig Sicherheit und Freiheit miteinander.
Bei mir gab es irgendwann mal die Frage:

bleibe ich weiter in einem Angestelltenverhältnis oder mach ich mich Selbständig?

Auf der einen Seite war da Sicherheit und ein regelmässiger Rhythmus – der andere Wert ist für mich Freiheit und Gestalten können.

Beides kann dir wichtig sein und du weißt dann einfach nicht, für welche Option du dich entscheiden sollst.

Eine ganz andere Perspektive kannst du bekommen, wenn du nicht fragst:

„Was ist die bessere Entscheidung?“

sondern:

 

Welcher Mensch will ich sein?

Wieso kann diese Frage bei schwierigen Entscheidungen weiterhelfen?

Wenn du dich fragst: „Welcher Mensch will ich sein“,
dann findest du heraus, welche Gründe für dich wichtiger sind.

Du findest heraus, welcher Mensch du sein willst und welche Entscheidung zu diesem Menschen passt.

Das bringt eine andere Perspektive und geht über einem rationalen Abwägung von Pro und Contra und dem Bauchgefühl hinaus.

Du fragst dich, wer du lieber sein möchtest.

Beispiel:
Möchtest du ein Mensch sein, die ein gewisses Risiko eingeht, weil er sich unbedingt seinen Traum von der Selbständigkeit erfüllen möchte? Oder:
Möchtest du ein Mensch sein, der im Angestellten-Job bleibt, weil auch der Spaß macht und ein angenehmes Leben mit einem festeren Rhythmus bietet?

Wichtig dabei ist:

Das kannst nur du entscheiden.

Niemand anderes kann dir sagen, welcher Mensch du sein willst.

(Durch Perspektiv-Wechsel tieferen Zugang zu deinem Herz bekommen?  >> hier klicken << )

Gibt es überhaupt „falsche Entscheidungen“?

Ich denke, dass es nicht wirklich viele „falsche“ Entscheidungen gibt.
Das ist mein letzter Hinweis in dieser Sache:

Ich habe mich früher mit Entscheidungen oft sehr schwer getan, da ich recht gewissenhaft bin.
Was sagt mein Gewissen?

Was sagt mein „Bauchgefühl“ 😉

Was ist die göttliche Perspektive bei dem ganzen? Etc.

 

Inzwischen bin ich hier viel entspannter.

Ich glaube nicht, das es wirklich viele falsche Entscheidungen gibt.
Warum bin ich entspannter geworden?
Das hat etwas mit meiner Perspektive zu tun:
Für mich gibt es hier auf dieser erde zwei große ziele oder Absichten warum ich hier bin.

Ich bin hier um

in der Liebe zu wachsen
in der Erkenntnis zu wachsen.

Das ist für mich sehr erstrebenswert und eine Quelle von Kraft und Weisheit.

Und auf diesem Weg werde ich bestimmte Erfahrungen machen.  Einige Erfahrungen sind erfreulich, andere sind  schmerzhaft. 
Und diese gehören auch dazu!

Natürlich gibt es auch „dumme“ Entscheidungen.
 Wenn ich  also bereits gemerkt habe, dass bestimmte Entscheidungen mich auf meinem Weg zu mehr Liebe und Erkenntnis nicht weitergebracht haben, und ich wiederhole diese Entscheidungen, werde ich mehr leiden als nötig.

Das kann ich vermeiden.
 Aber wirklich  falsche  Entscheidungen – da gibt es nicht so viel.

Spannende Perspektive, oder?

 

In dir wächst Freiheit

Und die Verantwortung für diese Entscheidungen zu übernehmen bedeutet auch frei zu sein. Wirklich frei zu sein, das eigene Leben zu gestalten.

Wenn du mit dieser Perspektive für mehr Leichtigkeit in dein Leben holen möchtest,
 schau dir mal  diese 7 geführten Meditationen an.
Ich habe sie speziell zu diesem Thema entwickelt.

Du erfährst eine Erweiterung deiner alten Glaubenssätze und wirst dadurch freier für eine mutigere Perspektive auf dein Leben.

Ich wünsche dir ein Leben in großer Leichtigkeit!

Hier klicken zu den Meditationen >>

 

Ps: Ein „gutes“ Bauchgefühl entwickelt sich in der Kindheit. Lese hier, welche Voraussetzungen dafür hilfreich sind:

Grenzen entwickeln und verteidigen

 

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About the Author

Jan von Wille, leitet zusammen mit seiner Frau Susanne die Akademie für Lebenskunst und Leaderschip. Themen wie Achtsamkeit, moderne Spiritualität und Unternehmertum

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