Dein Monats-Thema

Jeden Monat beschäftigen wir uns bei InsideOut mit einem neuen spezifischen Thema in unseren Mediationen. 
Dabei vertiefen im 1-​ oder 2-Wochen Rhythmus nochmals einen bestimmten Bereich dieses Monats-Themas. 
Auf dieser Seite bekommst du alle Infos zum ​ aktuellen Thema.
Du kannst während des Monats immer wieder hierhin zurück kommen und einen Gedanken vertiefen...

Das Aktuelle Monats-thema IST "Angst-Frei-Leben"

Angst ist ein zutiefst menschliches Gefühl.
Es bewahrt uns vor Schaden von Geburt an. Ohne ein gewisses Maß an Angst könnten wir nicht überleben.
Es ist also gar nicht erstrebenswert „völlig frei“ von Angst zu sein.
Wichtig ist nur dass wir den Mut aufbringen uns mit den Ängsten auseinanderzusetzen die uns nicht sinnvoll oder übertrieben erscheinen.
Das sind einengende, blockierende Ängste.
Und die gute Nachricht ist:

Wir können frei von ihnen werden!

Vielleicht leidet deine Lebensqualität gerade stark unter deinen Ängsten, vielleicht nimmst du deine Angst zur Zeit auch gar nicht als so bedrohlich ein – in jedem Fall ist Angst für jeden Menschen ein Lebensthema.
In diesem Monat werden wir uns somit diesem wichtigen Thema widmen.

Die Meditationen werden diesmal sehr unterschiedlich sein.
Ein paar mal werden sie spürbar länger sein als gewohnt.
Das liegt daran, dass wir zur Auflösung ungesunder Ängste etwas in die Tiefe gehen müssen.

Ich wünsche dir jetzt schon wachsende Lebendigkeit und Freude durch diese Reise.

Hier gebe ich dir noch einige wichtige Hinweis und Grundlagen zum Thema mit:

Ängste verstehen: Woher kommen Ängste überhaupt?

Um deine Ängste überwinden zu können, musst du erstmal verstehen, woher sie überhaupt kommen. Denn nur wenn du weißt, wie sie entstehen, kannst du sie auch direkt an der Wurzel packen und in eine gesunde Balance bringen.
Dazu ist es erstmal wichtig zu wissen, dass wir Menschen im Grunde nur zwei Arten von Ängsten haben:

1. Die Urangst

Die Urangst ist die Angst vor Schmerz oder Tod. Diese Angst hat jeder Mensch. Sie ist uns angeboren und verhindert, dass wir im 5. Stock aus dem Fenster springen, durch Feuer laufen oder ähnlichen Blödsinn machen.

Diese Angst ist völlig berechtigt. Sie schützt dich vor Gefahren und sichert dein Überleben.
Dann gibt es aber noch eine 2. Art von Angst. Diese nenne ich:

2. Die fiktive Angst

Diese Angst entsteht in unserer Fantasie, in unseren Vorstellungen und Gedanken: Du malst dir schreckliche Bilder in deinen Gedanken aus, die aber nicht wirklich etwas mit der Realität zu tun haben (ganz im Gegenteil zur Urangst, die berechtigt ist.)

Zu den fiktiven Ängsten gehören zum Beispiel:
  • Die Angst vor Ablehnung
  • Die Angst vor Menschenmassen
  • Zukunftsängste
  • oder auch einfach nur die Angst, Fehler zu machen
Hier geht es nun darum wie du mit diesen fiktiven Ängsten umgehen und sie Schritt für Schritt auflösen kannst.

Dazu erstmal ein paar Grundlagen, woher diese fiktiven Ängste überhaupt kommen und wie du damit umgehen kannst…

Die fiktive Angst: Wie sie entsteht und was du dagegen tun kannst

Nochmal kurz zur Verdeutlichung:

Die Urangst, also die Angst vor einer realen Gefahr, ist absolut berechtigt und lebensnotwendig. Diese Angst schützt dich vor echten Gefahren.

Beispiele hierfür sind:
  • Jemand bedroht dich mit einem Messer.
  • Dein Haus brennt.
  • Ein Auto rast direkt auf dich zu.
All das sind Situationen, in denen deine Angst REAL und absolut berechtigt ist!

Gott sei Dank aber, befinden wir uns nur sehr selten in solch einer sehr realen Gefahrensituation.

In den meisten anderen Situationen, in denen du im Alltag Angst hast, ist die Gefahr lediglich eine reine Fiktion deines Kopfes (= die fiktive Angst): Du verspürst Angst, obwohl gar keine reale Gefahr besteht.

Ein paar Beispiele aus dem Alltag:

  • Du siehst einen Hund auf dich zukommen: Du stellst dir innerlich vor, dass er dich beißen wird –> Du bekommst Angst.
  • Du willst mit dem Flugzeug in den Urlaub fliegen: Du stellst dir vor, dass das Flugzeug abstürzen wird –> Du verspürst Angst.
  • Du überlegst, deinen langweiligen Job zu kündigen: Du siehst dich in der Zukunft völlig verarmt unter einer Brücke liegen –> Du bekommst auch wieder Angst.

Du siehst also, wie diese fiktive Angst funktioniert:

Sie entsteht durch deine Vorstellungskraft. Angst ist hier die negative Form deiner wunderbaren Gabe der Fantasie. Du stellst dir irgendwas Schreckliches in deinem Kopf vor, etwas Zukünftiges, und in dir entsteht Angst.

Vielleicht sagst du jetzt: „Aber der Hund könnte mich doch wirklich beißen, das Flugzeug könnte wirklich abstürzen…“ und so weiter…

Das stimmt zwar, aber solange das alles nicht passiert, sind es nur Bilder in deinem Kopf und damit alles nur fiktive Ängste.

Diese sind in der Regel durch viele Jahre hindurch in dir entstanden und somit sehr hartnäckig.

In den Meditationen wirst du lernen, deine Vorstellungskraft und Gedanken mit mehr Distanz zu betrachten. Du wirst merken, dass allein dadurch der nötige Abstand in dir entsteht.

Wenn du diesen inneren Abstand kultivierst, wird das eine erste Befreiung für dich sein.

Also: Du erlebst einen äußeren Reiz, wie du nun innerlich darauf reagierst entscheidet, welche emotionalen Bilder in dir entstehen. Als Folge hast du entweder Angst oder keine Angst.

Umgekehrt bedeutet das:

Wenn du es schaffst, die Bilder in deinem Kopf bewusst ins Positive zu ändern, dann verschwinden damit gleichzeitig auch die Angstgefühle.

In den Meditationen werden wir genauer darauf eingehen, wie du das machen kannst.

Hier aber die Theorie:

1. Der Reality-Check

Die meisten Ängste unserer Ängste sind übertrieben. Sie leben geradezu durch die Vergrößerung und Verzerrung. Sobald du sie einem „Reality-Check“ unterziehst, merkst du, dass dir in Wirklichkeit gar nichts Schlimmes passieren kann.

Wie genau machst du den Reality-Check?

Ganz einfach. Du fragst dich:

„Wie gefährlich ist diese Situation wirklich? Was ist das Schlimmste, das mir passieren kann?“

Dabei wirst du schnell merken, dass die meisten Situationen überhaupt nicht so gefährlich sind wie du denkst…

Dazu einige Beispiele:

  • Die Angst davor, Fehler zu machen: Etwas falsch zu machen, bringt dich nicht um. Außerdem kannst du Fehler jederzeit korrigieren.
  • Die Angst vor Veränderungen: Veränderung ist nicht gefährlich. Ganz im Gegenteil – sie bringt dich sogar voran. Denk mal an kleine Kinder: Sie verändern sich ständig und können sich nur so weiterentwickeln.
  • Die Angst davor, etwas Neues auszuprobieren: Nur wer Neues ausprobiert, kann sich weiterentwickeln. Die Angst davor fühlt sich zwar sehr echt an, aber du weißt ja noch gar nicht, was dich erwartet. Wenn du dich dann doch traust, stellst du hinterher meistens fest, dass es gar nicht so schlimm war, wie du es befürchtet hattest. Also trau dich ruhig an neue Dinge ran!
  • Die Angst davor, Grenzen zu setzen: Selbst wenn es deinem Gegenüber nicht passt, dass du ihm deine Grenzen aufzeigst, wird er dich deswegen wahrscheinlich nicht körperlich angreifen oder verletzen. Oft vertieft das Erlebnis von ausgedrückten Grenzen sogar eine Beziehung.
  • Die Angst davor, andere Leute anzusprechen: Das Schlimmste, was dir passieren könnte, wäre Ablehnung… Das ist zwar unangenehm, tut aber körperlich nicht weh und bringt dich auch nicht um.
  • Die Angst, allein zu sein: Allein zu sein ist auf Dauer nicht schön, aber mehr passiert auch nicht. Du kannst sogar lernen, das Alleinsein zu genießen.
  • Die Angst, was andere über dich denken: Diese Angst ist nicht nur ungefährlich, sie ist auch total sinnlos… Denn meistens haben andere Menschen so viel mit ihren eigenen Gedanken zu tun, dass sie gar nicht dazu kommen, irgendwas über DICH zu denken.
  • Die Flugangst: Die Wahrscheinlichkeit eines Flugzeugabsturzes liegt bei 1:9.000.000 und ist damit genauso unwahrscheinlich wie vom Blitz getroffen zu werden.

All diese Dinge fühlen sich zwar unangenehm an, sie werden dir aber keine realen Schmerzen zufügen oder dein Leben in Gefahr bringen.

Du erlebst durch diese Auslöser nur Angst, weil du dir in deiner Fantasie ausmalst, was alles Schreckliches passieren könnte.

In den Meditationen werden wir auf diese inneren Zusammenhänge praktisch eingehen.
Die meisten Menschen wissen nicht, wie sie Einfluss auf ihre Gedanken nehmen können.

Die Vorgehensweise ist aber relativ einfach:

  1. Gedanken wahrnehmen
    Sobald du Angst verspürst, achte ganz bewusst auf die Gedanken, die du kurz zuvor gedacht hast.
  2. Gedanken im Körper fühlen
    Gedanken lösen immer auch Gefühle aus. Eine Emotion ist der körperliche Ausdruck deiner Gedanken oder Bilder, die du aufgenommen hast. Idem du sie bewusst wahrnimmst und nicht verdrängst, können sie sich entwickeln. Das heißt: sie kommen in Bewegung. Sie erleben einen Höhepunkt und können dann ganz natürlich wieder abfließen. Dies geschieht nicht oder nur unzureichend, wenn wir die Gedanken und Vorstellungen nicht bewusst wahrnehmen. Je öfter du das in deiner Vorstellung übst, umso leichter wird es dir fallen.
  3. Gedanken ersetzen
    Anschließend stellst du dir die ganze Situation in einer positiven Variante vor. Wie müsste die Sache ablaufen, damit du keine Angst davor hast?

Je bewusster du dir deiner Gedanken bist, umso leichter kannst du sie aktiv beeinflussen. Und wenn du immer klarer zwischen Reiz, Gedanken und entstehenden Gefühlen unterscheiden kannst, verlieren deine Ängste an Kraft.

Meditation ist die beste Methode, um mehr Bewusstheit dafür zu bekommen, was in deinem Kopf vorgeht.

Meditation bringt nicht nur Klarheit und Ruhe in deinen Kopf, sondern gleichzeitig auch in deinen Körper. Das wirkt sich positiv auf dein Angstempfinden aus:
Es unmöglich, locker und entspannt zu sein und gleichzeitig Angst zu haben!

2. Der Zeitfaktor

Vielleicht kennst du das: Je länger du über eine Sache nachdenkst, umso größer wird die Angst.
Deshalb ist der Zeitfaktor sehr wichtig. Lass nicht zu, dass ein entstehender belastender Gedanke Zeit hat, zu einer Emotion zu werden. Sei schneller als deine Gedanken! Handel, bevor du Zeit hast, lange darüber nachzudenken.
In den Meditationen wirst du einige Sequenzen finden, die du sehr gut in deinen Alltag übernehmen kannst. Daraus kannst du dir eine ganz persönliche „Stopp-Übung“ erstellen, die du im Ernstfall sofort nutzen kannst.

3. Die Vision von deinem „wahren“ Selbst. 

Wir beginnen unsere Reise in das Angst-Freie-Leben mit einer Meditation zu deinem „wahren Selbst.“
Es ist eine Einladung, dich in deinem wahren Licht, in deinem wahren Sein zu erkennen.
Dabei geht es nicht darum, dir etwas vorzumachen, also irgend eine überspannte Vision, sondern es geht um den Kontakt zu deiner ganz eigenen inneren Schönheit.

Dieser Beginn ist sehr wichtig, denn über die Jahre ist in dir ein bestimmtes Bild von dir entstanden. Meist haben wir uns an eine bestimmte Form von Angst gewöhnt.

Diese neue Vision (die du gerne öfter hören kannst) wird etwas in dir bewegen.

Mach dir auch hier die Kraft der inneren Bilder bewusst.
Z.b. die Vorstellung, du würdest dich mit deinen Ängsten einfach abfinden.
Also die negative Form einer Vision.
Was wäre dann?
Stell dir das mal so lebhaft wie möglich vor. Versuch es regelrecht zu fühlen…

Stell dir vor:

  1. Was verpasst du alles, weil du Angst davor hast?
  2. Welche Erfahrungen wirst du niemals machen, weil du dich davor fürchtest?
  3. Wie sehr wird deine Lebensqualität darunter leiden, dass du ständig in Angst und innerer Panik lebst?

Keine besonders schöne Vorstellung, oder?

Verstehe deshalb diese erste Meditation als eine Hilfe, in Kontakt zu kommen mit deinem Wesenskern, mit deinem Herz.

Sie wird dir helfen, dich in einem neuen Licht zu sehen.
Was wäre, wenn sich deine stärksten Ängste wirklich auflösen würden.
Oder sie zumindest so reduziert würden, dass du spürbar freier leben kannst?
Wieviel mehr Spaß könntest du haben und mit wie viel mehr Kraft auch deine Ziele erreichen?
Lass die kraftvollen Bilder in dieser Meditation auf dich wirken, nimm sie voller Vertrauen in dir auf.
Dann können sie ihre Kraft entfalten.

Angst klopfte an die Tür, Vertrauen öffnete. Keiner war da.
(Chinesisches Sprichwort)

Eines noch sollst du wissen:

Angst wird immer wieder in deinem Leben auftauchen.
Denn sie zeigt dir all jene Bereiche deines Lebens vor denen du zurückschreckst. Und denen gegenüber du dich eng machst.

Insofern kannst du durch jede spezifische Angst etwas wertvolles über dich lernen, bevor du sie aufgelöst hast.

All das nämlich was du nicht zulässt, was du ausgrenzt und am Leben hinderst, bleibt als Aufgabe bestehen.
Und deine Ängste können dich direkt zu diesen Aufgaben führen.
Ängste sind so verstanden also auch Führer und Wegweiser.
Einen Wegweiser gilt es zu beachten bevor er in der Ferne zurückbleibt und überflüssig wird.

Nutze nun die Gelegenheiten im Alltag. Hinter jeder noch so kleinen Angst wirst du eine Aufgabe entdecken. Und die entsprechende Enge steht für ein Lebensthema das noch auf Einlösung wartet.




Die Aktuellen Tages-Tages-Mediationen findest du Hier.

Copyright 2019 by Lebenvertiefen.

>