Die Kraft von kurzen Ruhepausen im Alltag

By Jan | Achtsamkeit

Aug 07

Überlege einmal, wie viel Zeit du wirklich mit Ruhe verbringst – außer dem Schlafen: Also eine bewusste Zeit, in der du nichts erreichen möchtest, nichts planst, nirgendwo hin gehst…. Die Zeiten, wenn du nichts tust, mit einem Gefühl der Entspannung und Leichtigkeit. Kein Stress, – nichts, das in deinem Hinterkopf rumort. Kein Gefühl, das noch etwas erledigt werden müsste. Zutiefst zur Ruhe gekommen.

Wahrscheinlich kommt da nicht viel zusammen – wenn es dir so ergeht, wir mir. Achte auch auf treibende Glaubenssätze oder Ängste in Bezug auf Ruhe – zum Beispiel, dass du die Dinge nicht mehr unter Kontrolle hast wenn du dich ausruhst, dass du andere enttäuschst und sie dich deshalb verurteilen werden etc.

Denn wenn du dich zu wenig ausruhst, überforderst du dich, überlastest dich und bist schließlich vollkommen ausgelaugt. Dann bist du nicht mehr für viel zu gebrauchen – für dich selbst und für andere.

Aber wenn du durch bewusste Ruhe ausgeruhter bist, hast du mehr Energie, mentale Klarheit, Widerstandskraft in schwierigen Situationen, Geduld, und du kannst dich auch aus ganzem Herzen um andere kümmern.

Zwei Gedanken und Fragen:

1. Stell dir vor, ein freundlicher, weiser, furchtloser Freund schaut dir über deine Schulter. Er weiß, wie wenig Zeit der Ruhe du dir gönnst, und kennt auch deine Gründe, warum du dich nicht öfter ausruhen kannst. Was wird dir dieser Freund sagen? Höre genauso hin….. Was sagt diese stille, leise Stimme in dir?

Stell dir die positiven Folgen vor, wenn du auf die Unterstützung und die Weisheit deines lieben Freundes und innersten Wesens hören würdest.

2. Überlege, in welchen Zeiten du deinen Tageslauf mit etwas mehr Ruhe füllen kannst.

  • Tagesbeginn: sobald du aufwachst, mach dir deinen Lebenssinnes bewusst. Fühle einen Moment diesen Urgrund, den du in Gott hast und genieße es, dass es auch für dich eine Bestimmung und Vorsehung gibt. Versuche, mit dieser Bestimmung Kontakt aufzunehmen, gib dich dieser „Strömung“ hin, so als würdest du in einem warmen, wiegenden großen Fluss liegen.
  • Nimm dir bei den Mahlzeiten eine halbe Minute Zeit, bevor du mit dem Essen beginnst. Sprich innerlich ein Gebet der Sammlung und des Dankes
  • Nutze deinen Atem, um die natürliche kleine Pause zwischen zwei Atemzügen wahrzunehmen. Ich schätze mal, dass weniger dass 1% der Weltbevölkerung einmal im Monat den Atem bewusst wahrnimmt. Der Atem kann für dich ein Anker sein, immer wieder ganz im JETZT anzukommen.
  • Wenn du eine Aufgabe erledigst, pausiere für einige Sekunden, bevor du mit der nächsten Aufgabe weitermachst.
  • Mentale Übung: Wenn deine Gedanken stark sorgenbehaftet sind, sag dir selbst, dass du dir später Sorgen machen, Probleme lösen oder dich aufregen kannst. Der Verstand/das Gehirn ist wie ein Muskel (die Verwendung von Willenskraft zum Beispiel verbraucht zusätzliche Glucose, wie beim Gewichtheben) und deshalb muss der Verstand/das Gehirn manchmal Pausen machen, um sich zu erholen und zu erneuern.

Und wenn du dich ausruhst, sinke wirklich in dieses angenehme Gefühl ein, und in die vielen positiven Folgen der Ruhe… spüre, wie sie auch in dich hineinsinken, wie ein warmer Regen, der auf die durstige Erde fällt.

 

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About the Author

Jan von Wille, leitet zusammen mit seiner Frau Susanne die Akademie für Lebenskunst und Leaderschip. Themen wie Achtsamkeit, moderne Spiritualität und Unternehmertum

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