Wie du als Kind berührt wurdest prägt dein Grenzempfinden

By Jan | Beziehungen

Aug 30
Grenzen wahrnehmen

Berührungen in deiner Kindheit

Die ersten Berührungen, die du erfahren hast, sind für dich von ganz besonderer Bedeutung. Kannst du dich erinnern?

Waren sie achtsam und wertschätzend?

Wurden dabei deine Grenzen beachtet und bestätigt?

Waren diejenigen, die dich berührt haben stark genug, um sich selbst zurücknehmen zu können, um dir einen schützenden Raum zu geben? Einen Raum, in den du hinein wachsen konntest, in dem du stark werden konntest?

Oder waren sie selbst so unbewusst und verloren, dass sie deine Grenzen gar nicht wahrnehmen konnten?

Wenn das deine Grunderfahrung war, dann suchst du vielleicht heute ganz besonders feste Grenzen.

 

Innere Grenzen entstehen durch die Berührung in deiner Kindheit

Du möchtest dich abgrenzen gegen die Menge der Berührung, die Menge des Einflusses, der auf dich wirkt.

Vielleicht versuchst du sogar, dich ganz abzutrennen, weil viel zu vieles in dich eindringt, weil du selbst deine Grenzen nicht kennst, sie nicht erfahren hast, und sie dir nicht bestätigt wurden.

Diese harte Abgrenzung aber, die aus der Angst vor Übergriffen kommt, macht dich undurchlässig.   Sie beendet deine Berührbarkeit insgesamt und du wirst deine Lebendigkeit verlieren.

 

Du brauchst die Berührung, um dich selbst zu erfahren.

Was dir wirklich helfen könnte, wäre sozusagen die „Oberflächen-Spannung“ deines Inneren zu erhöhen.

Du wurdest mit einem ganz eigenen inneren und heiligen Raum geboren, ein Raum, der ganz natürlich umgrenzt ist. Und du brauchst keine neuen Grenzen zu setzen.

Du hast nur noch nicht gelernt diesen Raum auszufüllen und deshalb steht er so vielen anderen offen.
Um dies zu ändern, frage dich bei der nächsten Berührung die für dich belastend ist:

 

Welches in mir abgespeicherte unbearbeitete, unerlöste Erlebnis aus meiner Kindheit ist es, was mir bei dieser Berührung ein Gefühl der Unterlegenheit hervorruft.

 

Zwei ungesunde Wege der Abgrenzung

Aus der Unterlegenheit heraus kannst du dich selbst, deinen inneren Raum nur schützen, indem du dich oder den anderen als Gegner siehst, oder dich als Besser ansiehst.

So entstehen Feindbilder in dir und ein ständiger Kampf gegen alles mögliche.

Oder du gehst den Weg der Unterwerfung, Hilflosigkeit und Abhängigkeit.

 

Das was in dir gespeichert ist wird auf diese weise immer wieder abgerufen. Dagegen kann dir keine noch so harte Abgrenzung helfen.

 

Unsere Haut – Symbol für eine gesunde Grenze

Unsere Haut ist ein schönes Bild für weiche und intuitive Abgrenzung.

Die Haut ist eine Grenze und zugleich eine Berührungsfläche.

Deine Haut ist nicht verschlossen oder undurchlässig.

Über deine Haut bist du mit der äußerne Welt in Kontakt und im Austausch.

Deine Haut ist eine Berührungsfläche und für dich eine äußere Grenze.

(>> erfahre hier, wie du diese innere Grenze ganz natürlich stärkst…)

Aber sie begrenzt nicht dein Inneres, nicht dein Fühlen.

Genau so wie das Wasser eine Spannungsoberfläche hat, eine Haut aus Spannung, so hat auch dein Inneres eine Spannungsoberfläche, eine Berührungsfläche zu allem, was dich umgibt.

Du bist mit allem was dich umgibt innerlich in Kontakt und Austausch.

Du lebst in einem Meer der Berührung, körperlich, seelisch und geistig.

 

Es gibt keine wirkliche Trennung

Nichts ist wirklich von einander getrennt, denn Grenzen sind Berührungsflächen. Sie sind weder starr noch undurchlässig.

Aber wie tief etwas in dich eindringt, das hängt von deiner Spannungsoberfläche, von deiner inneren Energie ab.

Je weniger Unerlöstes du in dir hast, um so stärker wird die Oberflächenspannung deiner Seele sein.

 

Du kannst dann deinen Raum in Anspruch nehmen, anstatt endlos darum zu kämpfen, dass andere deine Grenzen respektieren, die du selbst nicht ausfüllst.

Abgrenzung ist dann kein Problem mehr. Du musst dann keine Übergriffe mehr fürchten.

Dein Herz entscheidet dann ganz natürlich und in Liebe, wie weit du dich öffnen willst.

Wenn du deine inneren Grenzen deutlicher wahrnehmen, und sie nach außen hin leben möchtest, dann könnten diese 7 Meditationen etwas für dich sein:

 Hier klicken zu den 7 Meditation  Grenzen wahrnehmen und gesund ausdrücken“

 

 Verwandter Artikel: Wie Verletzlichkeit zu einem erfüllten Leben führt

 

 

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About the Author

Jan von Wille, leitet zusammen mit seiner Frau Susanne die Akademie für Lebenskunst und Leaderschip. Themen wie Achtsamkeit, moderne Spiritualität und Unternehmertum

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