Wie du durch Achtsamkeit die Gegenwart Gottes erfährst

By Jan | Achtsamkeit

Jun 18
Gegenwart und Achtsamkeit

Es gibt nicht vieles, was mich in den letzten Jahren so sehr bewegt, verändert, erweitert und inspiriert hat, wie das Thema „Achtsamkeit“ – Verbunden mit dem wachsenden Gespür für die wohltuende Gegenwart Gottes.

Wie es meiner Persönlichkeit entspricht, habe ich einiges an Büchern zu diesem Thema gelesen. Aber dieses Thema will nur sehr begrenzt in den Kopf.

Es will in den Körper.

Und in den Alltag.

Alles was zu diesem Thema wissenswert ist, könnte man tatsächlich auf einer DinA4 Seite aufschreiben. Es geht immer wieder darum, von dem ständigen Denken weg zu kommen und durch die Wahrnehmung stärker in der Gegenwart zu leben.

Das ist einfach zu verstehen und schwer umzusetzen.

Denn unser innerer Denkapparat ist auf keinen Fall bereit, seine Dominanz in unserem Leben aufzugeben.

Die gute Nachricht: wenn wir einmal wirklich mit unserem „inneren Freiraum“ in Kontakt gekommen sind, können wir diesen Herzensraum Stück für Stück erweitern. Wie wohltuend ist das!

Dazu eine kleine Geschichte:

Drei Schüler von verschiedenen Klöstern stritten sich darum, wer den berühmtesten Meister hat.

Der Erste: „Mein Meister vollbringt wahre Wunder. Er kann sogar übers Wasser laufen.“

Der Zweite: „Mein Meister schreibt auf der einen Seite des Flusses etwas in die Luft, und auf einer Tafel, die ein Schüler auf der anderen Flussseite hält, entsteht die Schrift – das ist ein wahres Wunder“.

Erwartungsvoll schauen die beiden den Dritten an. „Mein Meister vollbringt das größte erdenkliche Wunder. Wenn er isst, dann isst er, wenn er geht, dann geht er, wenn er schläft, dann schläft er.“

Meistens sind wir durch unsere Verstandesaktivität mit der Vergangenheit oder der Zukunft beschäftigt. Wir analysieren oder bewerten vergangene Erlebnisse oder wir vergleichen und spekulieren über die Zukunft.

Äußerst selten sind wir ganz in der Gegenwart.

Gott ist jedoch immer in der Gegenwart.

Nicht in der Vergangenheit, nicht in der Zukunft, immer im JETZT. Deshalb ist die Fähigkeit, ganz im Jetzt zu leben eine wichtige Vorstufe, um die Gegenwart Gottes zu erfahren. Wenn ich wirklich in der Gegenwart bin, bin ich Gott schon sehr nahe.

Unmittelbar in die Gegenwart kommen wir durch zwei Wege:

Durch die Wahrnehmung und durch die innere Beobachtung.


Wenn du zum Beispiel deine volle Aufmerksamkeit auf deinen Atem lenkst, wie er ganz von selbst kommt und geht, dann bist du ganz in der Gegenwart.

Wenn wir bewusst etwas riechen, etwas ganz intensiv fühlen, tasten oder hören, ohne es zu bewerten oder zu analysieren – also nur unsere Sinne gebrauchen, dann sind wir in der Gegenwart.

Wahrnehmen können wir nie in der Vergangenheit oder Zukunft sondern immer nur in der Gegenwart.

Die andere Art ist, wenn du dich selbst dabei beobachtest, wie du dich in Gedanken mit der Vergangenheit oder Zukunft beschäftigst.

Du kannst deine Aufmerksamkeit augenblicklich von Vergangenheit und Zukunft loslösen, indem du kontinuierlich bemerkst und dir bewusst machst, was du gerade tust oder denkst.

Dieser Moment jetzt ist gefüllt mit Potential, mit Möglichkeiten, mit Realität. Im Alltag erleben wir diese Präsenz selten. Aus unserem täglichen Blickwinkel ist das Leben eine Aneinanderreihung von Ereignissen. Einiges davon kann ich planen, anderes geschieht unabhängig von mir. Aber es ist ein Nacheinander.

Wenn wir lernen, stärker in der Gegenwart zu leben, können wir eine andere Dimension erfahren. Das Leben ist dann nicht mehr nur ein Nacheinander von Ereignissen, sondern ich spüre, dass um mich herum 1000 mal mehr geschieht als das, was ich wahrnehme.
 Alles ist in Bewegung und verändert sich und zwar in alle möglichen Richtungen.

Und auch ich, der ich das nun wahrnehme, verändere mich in diesem Moment.

Ohne Gott als Ankerpunkt bedeutet diese Erkenntnis Relativismus und Chaos. Aber wenn ich die geheimnisvollen Bewegungen des Lebens in Verbindung mit Gott erlebe, werde ich nicht vom Chaos überflutet, sondern kann einen pulsierenden, energetischen Fluss des Lebens erleben.

Praxistipp:

Nimm dir für eine Woche vor, drei mal täglich irgend etwas mit 100 Prozent Aufmerksamkeit zu tun.

Richte deine gesamte Wahrnehmung auf das, was du gerade tust. Aktiviere zudem deinen „inneren Beobachter“, durch den du aus einer höheren Ebene dein Tun wahrnimmst.

– Auf etwas warten, ohne das Handy dabei zu gebrauchen. Nimm deine äußere und innere Umgebung wahr
- Essen, ohne dabei etwas anderes zu tun. Kaue langsam, iss mit allen Sinnen. Lass das Essen eine geistliche Übung sein

Wege, die du zurücklegst bewusst gehen. Geh langsam, mach dir bewusst: ich bewege mich durch den Raum. Der Gang zum Briefkasten kann ein notwendiges Übel sein, oder eine Zeit, in der du innerlich wieder ins Lot kommst und gegenwärtig wirst

Diese Übung hört sich leicht an, ist jedoch enorm schwer. Du wirst merken, dass der Verstand und damit das Denken auf keinen Fall seine Vormachtstellung in unserem Leben aufgeben möchte. Auch nicht für wenige Momente.

Aber werde nicht entmutigt.  Auch wenn du am Anfang nur wenige Sekunden oder Minuten in der Wahrnehmung (und damit in der Gegenwart) bleiben kannst, wird sich dieser Moment mit der Zeit immer mehr ausdehnen.

Wichtig ist nun, dass du diesen Moment dann mit der Gegenwart Gottes verbindest.

Nutze die Klarheit und Kraft der Präsenz, um von der Allgegenwart Gottes berührt zu werden.

Dieser Text ist ein Auszug aus „Die göttliche Kompassnadel“. In diesem Büchlein inspirieren wir zu einem Leben in der Gegenwart Gottes. Wir möchten es dir gerne schenken!

Es wird dich zu einem „neuen Sehen“ inspirieren und deine Augen für die vielen Geheimnisse des Lebens öffnen. In drei Kapiteln geben wir jeweils eine kurze Einführung in das Thema und bieten dann eine entsprechende Übung für den Alltag an. Wenn dich diese Themen interessieren, möchten wir dir dieses Büchlein zum download gerne schenken.

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Wenn du Erfahrungen mit diesem Weg gemacht hast, freuen wir uns auf Rückmeldungen unten bei den Kommentaren.

Herzlich,

Jan und Susanne von Wille

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About the Author

Jan von Wille, leitet zusammen mit seiner Frau Susanne die Akademie für Lebenskunst und Leaderschip. Themen wie Achtsamkeit, moderne Spiritualität und Unternehmertum

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