Wie du einen geliebten Menschen loslassen kannst

By Jan | Achtsamkeit

Mai 21
Loslassen

Trennungen passieren im Leben immer wieder.

Entweder durch Umzug, Tod, zerbrechen einer Beziehung, Auflösung eines Geschäfts etc.

Für uns alle ist es besonders schwer, wenn wir uns von einen geliebten Menschen trennen müssen.

„Loslassen müssen“ bedeutet hier manchmal ein persönlicher Weltuntergang.

Wenn dieser Prozess der Loslösung aber nicht gelingt, können wir ein Leben lang an einem Menschen festhalten und ihn vermissen.

Schmerz und Trauer Raum geben ist ein sehr wichtiger Prozess.

Aber wenn wir darin verharren, bleiben diese Trauer-Energien in uns stecken und blockieren unsere Lebensenergie.

Warum fällt es vielen Menschen so schwer, zur rechten Zeit loszulassen?

Nicht selten liegt es an einer Idealisierung dieses Menschen, den man vermisst.
Dadurch entstehen Gedanken wie:

„Solch einen Menschen werde ich nie wieder kennenlernen.“

Hollywood liebt diese Vorstellung.
Die einzig „wahre Liebe“ oder „die ewige Liebe“ – das ist ein tiefer Wunsch vieler Menschen.

Und daran ist nichts verkehrt!
Eine Beziehung, in der sich zwei Menschen bedingungslos lieben, ist wahrscheinlich eines der schönsten Gefühle überhaupt!

Führt dieses Liebe aber zur Idealisierung des Partners, führt das früher oder später in die Einsamkeit.

Denn wer sich nur auf eine Person im Leben fixiert, verliert langsam aber sicher sein eigenes Leben.

Wenn dann eine Beziehung zerbricht – aus welchen Gründen auch immer – bricht wirklich eine Welt zusammen.

Disidentifikation und Menschen loslassen

Das Vermissen ist schmerzhaft, weil man denkt, dass es jetzt mit diesem Menschen besser wäre.
Gerade wenn man viele Jahre zusammen wahr und sich aneinander gewöhnt hat, ist dieser Gedanke mehr als verständlich.
Aber:

Wenn wir Mut haben, diesen Gedanken zu hinterfragen, können wir gar nicht genau wissen, ob das wirklich so wäre.
Das schmerzhafte Vermissen beruht auf einer gedanklichen Annahme.

Da ist die Situation, so wie sie ist.

Aber indem wir das „ständig-an-ihn/sie-denken“ zulassen, legen wir einen Filter über die Realität.

Dadurch nähren wir unsere Phantasie:

„Wie schön wäre es, wenn dieser Mensch nun hier wäre!“
„Mit diesem Menschen wäre es jetzt viel schöner!“

Diese innere Vorstellung durch Gedanken zu ernähren ist die erste Falle.
Höre auf, in die Welt der Vorstellung zu gehen, vor allem, weil du dir selbst damit schadest.

Die folgenden 3 Schritte können dir dabei helfen, wieder ins Hier und Jetzt zu kommen, Frieden zu schließen und das Leiden zu beenden.

1. Gehe nicht immer wieder in deine Phantasie, um damit schmerzhafte Gefühle künstlich zu erzeugen.

2. Bewege dich nicht immer wieder in die Vergangenheit, sondern bleibe im gegenwärtigen Moment und frage dich, wie du dich fühlst.

3. Lasse alle Gefühle radikal ehrlich zu.

Erlaube dir den Schmerz und die Traurigkeit zu fühlen. Lass es fließen. Fühle die Trauer, den Schmerz in deinem Körper, ohne zu bewerten. Wenn du nicht an der Trauer / dem Schmerz festhältst, werden sie sich verwandeln. Du wirst frei sein.

4. Beende den Widerstand.

Akzeptiere die Realität und gehe nicht in die romantischen Vorstellungen (siehe oben).

Du weißt nämlich in Wahrheit nicht, was für dich oder den anderen Menschen am Besten ist.

Natürlich kommen immer wieder Gedanken, Bilder und Erinnerungen hoch. Indem du sie jedoch bewusst erkennst, kannst du dich entscheiden, in die Geschichte aktiv einzusteigen oder eben nicht.
Wenn du in der Trauerphase deine Gefühle wirklich gefühlt hast (also zugelassen, bejaht und dann auch wieder weiterziehen lassen) kann ein „Vermissen“ übrig bleiben.

Ein schmerzhaftes Vermissen bleibt, wenn wir an unseren Gedanken und Phantasien festhalten. Ein liebevolles Vermissen basiert nicht auf Gedanken.
Die Gefühle konnten zugelassen werden, sie wurden durchlebt. Und konnten dadurch dann auch zur rechten Zeit „abfließen“.

Der vermisste Mensch hat schließlich einen festen Platz in deinem Herzen, und da darf er auch sein.
Im Herzen fühlst du die Liebe zu diesem Menschen.

Dies alleine ist aber nicht schmerzhaft.

Der Schmerz wird durch die Gedanken erzeugt, mit denen du glaubst, dass es besser ist, wenn es anders gekommen wäre.
Lass das Denken also sein.

Besonders das „phantasierende Denken“.
Fühle alles und bleibe damit in der Gegenwart.

Vertraue, dass deine Seele den Weg zum Licht finden wird.
Neues wird beginnen…

Themen wie diese behandeln wir in unsrer Life-Coaching-Gruppe  „InsideOut“.

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About the Author

Jan von Wille, leitet zusammen mit seiner Frau Susanne die Akademie für Lebenskunst und Leaderschip. Themen wie Achtsamkeit, moderne Spiritualität und Unternehmertum

  • Pamela Hunze sagt:

    Vielen Dank für diesen Beitrag! Er hat mich aufgerüttelt.
    Hätte ich nicht nach Informationen über meine Verwandtschaft (Klaus Lukoschus war mein Onkel!) gesucht, wäre ich auf diesen Beitrag hier nicht gestoßen. Sehr berührend war für mich, dass ich ausgerechnet auf das Thema „(Weiter-) Leben nach der Trennung“ stoße, welches mich seit drei Jahren beschäftigt.

  • Margit sagt:

    Im Hier und Jetzt zu leben, hilft mir sehr, mich nicht mit Wünschen aus der Vergangenheit zu belasten.

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