persönliches Wachstum durch Meditation

Vergebung: Was passiert, wenn du vergibst. Was, wenn nicht…

By Jan | Achtsamkeit

Mrz 03
Vergebung - 3 Schritte zur Vergebung

Das Wort „Vergebung“ klingt nicht nach großen Schlagzeilen und Arnold Schwarzenegger. Eher nach Mutter Theresa, Mandala-Malen, Nachgeben…

Nach inzwischen 58 Erdenjahren bin ich aber überzeugt: Vergebung ist pure und positivste Machtausübung.

Es ist die effektivste Reinigung, die negative Einflüsse in deinem Leben für immer entfernt, und dein Leben gelingen lässt.

Für mich ist es mit die wichtigste Aufgabe im Bereich meiner Seelenhygiene: Der Blick zurück muss sauber sein. D.h. ich lasse nicht zu, dass ein giftiger Stachel der Unvergebenheit in meinem Herzen steckt. 

Aber – nicht einfach! Denn:

Das Leben ist nicht gerecht. 

Wir alle erleben Zeiten, in denen wir enttäuscht, erschüttert und verletzt werden – in denen unsere Grenzen überschritten werden. Und je näher uns der Mensch steht, durch den wir verletzt wurden, desto tiefer geht die Wunde.

Die erste menschliche Reaktion ist der Wunsch nach Vergeltung. 

Es entsteht aus dem Bedürfnis nach Gerechtigkeit, das in uns allen tief ausgeprägt ist. 

Wir denken – oder empfinden:  damit es nicht mehr so weh tut, möchten wir dem anderen Schmerz zufügen. Auge um Auge, Zahn um Zahn.

Oder ihn zumindest für den Rest unseres Lebens hassen, wenn man es ihm schon nicht direkt heimzahlen kann.

Oft verdrängen wir auch die Verletzung und sie lagert wie eine Tretmine in unserer Seele. 

Bei einer ungeplanten Begegnung mit dem entsprechenden Menschen taucht sie dann mit ungeahnter Heftigkeit wieder auf. Oder sie arbeitet im Untergrund weiter: in unseren Träumen.

Und all das zehrt an unserer Lebenskraft!

Und hier kommen wir zur ersten wichtigen Erkenntnis:

Vergebung hat zuerst etwas mit mir zu tun – nicht mit der anderen Person!

Die andere Person war böse – das war ihr Anteil an der Geschichte.

Über diesen Teil hast du keine Kontrolle.

Worüber du aber die volle Entscheidungsgewalt hast, ist deine Reaktion. 

Und hier kommen wir zu der zweiten wichtigsten Erkenntnis: 

Wenn du der Person nicht bewusst und von Herzen vergibst, wird ein Teil dieser verletzenden und zerstörerischen Energie für immer in dir bleiben.

Denn eine Verletzung geschieht immer aus einem Mangel heraus. Die Person hat selber irgendwann eine Verletzung erfahren und aus diesem Mangel heraus hat sie dich wiederum verletzt. Sie gibt dir ihre eigene Last.

Kommst du nicht irgendwann zu diesem Punkt, dass du vergibst, dann übernimmst du sozusagen die Last und Dunkelheit des Absenders. 

Und so sammeln sich die Verletzungen an und werden mitunter von Generation zu Generation weitergegeben –  wenn diese Weitergabe nicht durch Vergebung unterbrochen wird. 

Stell es dir mal so vor: 

Eine unvergebene Verletzung ist wie eine Öffnung in deiner Seele, die zerstörerische Energie in dich hinein lässt. Eine Öffnung, durch die negative Gedanken und Gefühle ungefiltert und ungefragt rein und rausgehen können.

Und diese Kräfte werden dich quälen und deine Lebensenergie aufzehren.

Die geschehene Verletzung war schlimm, keine Frage.

Die Auswirkung der Unvergebenheit jedoch ist absolut zerstörerisch.

Mit der Zeit verwandelt sie sich in Bitterkeit. Ein emotionales Gefängnis, dass auch konkrete körperliche Folgen hat:

Magen-Darmprobleme, Schlafstörungen, Ängste usw.

„Anderen Menschen nicht vergeben bedeutet: Ich trinke einen Becher Gift und hoffe, dass der andere stirbt.“

Es ist als würde das Gehirn eine wichtige Tatsache nicht ganz verstehen: dass wir die Vergangenheit nicht ändern können.

Und tatsächlich kann das Gehirn nicht gut unterscheiden zwischen dem, was wir uns nur vorstellen und dem was tatsächlich da ist.

Wenn wir ständig in die Vergangenheit zurückkehren verschwenden wir unsere Lebensenergie.  Die Wut nützt am Ende niemandem etwas. Sie schadet nur uns selbst.

3 Schritte zur Vergebung 

Ich möchte dich nun einladen zu einer kraftvollen Heilungs-Mediation.

Sie verläuft in drei Schritten, die so miteinander in Verbindung stehen, dass sie direkt auf dein Herz wirken. Wir richten die Kraft der Vergebung (so wie es dir zurzeit möglich ist) auf einen Menschen, den wir selber verletzt haben, dann auf uns selbst (wo wir uns selbst vergeben dürfen) und dann an einen Menschen, der uns verletzt hat.

Wenn du eine Verletzung erlebt hast, die sehr, sehr tief gegangen ist, kannst du diese Meditation öfter wiederholen – bis du eine Befreiung erlebt hast.

Bei vielen Menschen hat dieser Dreier-Schritt bereits beim ersten Mal eine große Erlösung bewirkt!

>> Link zum Video

Wenn du diese drei Schritte machst, und dann zum Punkt kommst, wo du von Herzen vergeben kannst, wird die Verletzung der Vergangenheit keine negativen Auswirkungen auf deine Persönlichkeit haben. 

Du entlässt das Seelengift aus deinem Dasein und bist frei!

Wenn du weitere Meditationen zu den 5 wichtigsten Lebensthemen bekommen möchtest, dann schau dir mal meine 5 Finger Methode an:

Weitere Links zu diesem Thema „Vergebung“:

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About the Author

Jan von Wille, leitet zusammen mit seiner Frau Susanne die Akademie für Lebenskunst und Leaderschip. Themen wie Achtsamkeit, moderne Spiritualität und Unternehmertum

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